1-jährige Berufsfachschule - Bereich Wirtschaft und Verwaltung ("Handelsschule")

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Aufnahmebedingungen

In die einjährige Berufsfachschule – Bereich Wirtschaft und Verwaltung werden Schülerinnen und Schüler unmittelbar im Anschluss an ihren Schulbesuch der Sekundarstufe I aufgenommen. Voraussetzung ist der Hauptschulabschluss nach Klasse 10.

Abschlüsse & Perspektiven

Abschlüsse
• Erwerb der Fachoberschulreife, ggf. mit Qualifikationsvermerk zum Besuch der gymnasialen Oberstufe
• Erwerb beruflicher Kenntnisse (im kaufmännischen Bereich)

Perspektiven
• Berufsausbildung im kaufmännischen Bereich
• Berufsausbildung im kaufmännischen Bereich - Doppelqualifikation (3-jährige Ausbildung + Fachhochschulreife)
• Fachhochschulreife in der 3-jährigen Höheren Berufsfachschule mit dem Schwerpunkten Betriebs- oder Informationswirtschaft
• Fachhochschulreife in der 2-jährigen Fachoberschule (FOS 11+12)

Lernbereiche

1. Berufsbezogener Bereich:

• Wirtschaft und Verwaltung - Bereichsspezifische Fächer: Geschäftsprozesse im Unternehmen, Personalbezogene Prozesse und Gesamtwirtschaftliche Prozesse
• Mathematik
• Englisch

2. Berufsübergreifender Bereich:

• Deutsch/Kommunikation
• Politik/Gesellschaftslehre
• Sport/Gesundheitsförderung
• Religionslehre

3. Differenzierungsbereich:

• Zweiwöchiges kaufmännisches Praktikum
• Textverarbeitung/Textgestaltung
• Möglichkeiten der individuellen Förderung bei Lernschwierigkeiten (Lernwerkstatt)

Inhaltliche Schwerpunkte

Ziele der 1-jährigen Berufsfachschule – Bereich Wirtschaft und Verwaltung

Persönliche Beratung, Hilfe bei der privaten, schulischen und beruflichen Zielfindung und Unterstützung der Schüler in dem Bemühen ihren beruflichen Weg zu gehen und sich für sie einzusetzen sind von entscheidender Bedeutung. Dies erfolgt durch individuelle Persönlichkeitsberatung, Berufsberatung bzw. -vorbereitung (schulische und berufliche Beratung), Lernberatung und die Organisation und Betreuung von Berufspraktika.
Darüber hinaus besteht ein Ansatz der 1-jährigen Berufsfachschule darin, eine angenehme Lern- und Arbeitsatmosphäre in den Klassenräumen zu ermöglichen, sodass die Schüler sich wohl fühlen, sich gerne im Klassenraum aufhalten und dort gerne am Unterricht teilnehmen und lernen.
Charakteristisch ist die Projektarbeit in Form des ganzjährigen Schülerprojektes FAIR-CAFÉ. Dabei handelt es sich um ein auf Teamarbeit angelegtes reales Schülerunternehmen, nämlich ein Schülercafé (vgl. Interessante  Links) Im Einzelnen ergeben sich folgende Inhalte:

Finden des schulischen, beruflichen und persönlichen Lebenswegs:

Neben vielen persönlichen Lehrer-Schüler-Gesprächen werden folgende Beratungselemente eingesetzt:
• Berufsberatung und –vorbereitung im Rahmen des Unterrichtsfaches Personalbezogene Prozesse, bei dem die Schüler u.a. zu einem für sie passenden Beruf oder aber die für sie richtige weiterführende Schule finden, um einen höheren Schulabschluss zu erreichen. (vgl. Perspektiven)
• Enge Absprache mit der Bundesagentur für Arbeit, die einmal monatlich individuelle Berufsberatung für die Schüler anbietet und mit uns abstimmt, wobei Schüler auch entsprechend ihres Berufswunsches Stellenangebote offeriert bekommen.
• Ermöglichung eines kaufmännischen Betriebspraktikums, bei dem die Schüler in der Praxis ihren möglichen Ausbildungsberuf erproben können.
• Beratung bei persönlichen Problemen, auch durch die Beteiligung von Schulsozialpädagoginnen am FLB.
• Gemeinsam mit den Schülern bauen wir einen persönlichen Plan mit den eigenen Zielformulierungen und den Wegen zur Zielerreichung auf.

Berufliche Kenntnisse (kaufmännische Grundbildung) – realitätsbezogen und computergestützt

Ein inhaltlicher Schwerpunkt dieser Schulform liegt in der Vermittlung beruflicher Kenntnisse im kaufmännischen Bereich. Der Schüler soll befähigt werden, berufliches Fachwissen in späteren (beruflichen) Situationen anzuwenden und/oder weiterzuverarbeiten. Dies erfolgt in den kaufmännischen bereichsspezifischen Fächern Geschäftsprozesse im Unternehmen (enthält Inhalte der Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen, Informationswirtschaft), Personalbezogene Prozesse und Gesamtwirtschaftliche Prozesse (enthält Elemente der Volkswirtschaftslehre).

Darüber hinaus arbeiten die Schüler für 5-7 Wochen im Praxisunternehmen Fair-Café. Es handelt sich um ein reales Unternehmen, bei dem die Schüler Praxiserfahrungen machen können bzw. die im kaufmännischen Unterricht erworbenen Kenntnisse in der Praxis anwenden und überprüfen können, indem sie die Cafeteria für mindestens einen Monat selbstständig leiten und organisieren. Somit lernen sie ihren eigenen Betrieb zu führen. Dabei lernen die Schüler u.a. die gängigen kaufmännischen Geschäftsbriefe, wie z.B. Anfragen, Rechnungen, Mahnungen etc. in der Realität anzuwenden, die zuvor u.a. theoretisch in den bereichsspezifischen Fächern und/oder im Deutsch- und Politikunterricht gelernt wurden.
Im Textverarbeitungsunterricht lernen die Schüler Maschinenschreiben im Zehnfingersystem sowie den Umgang mit dem Computer und ausgewählter Software (Word und Excel sind ebenso Bestandteil wie PowerPoint).

Verbesserung der Allgemeinbildung und Erreichen der FOR

Im allgemeinbildenden Bereich werden nach der Vertiefung der Deutsch-, Mathematik- und Englischkenntnisse zur Erreichung der Fachoberschulreife kaufmännische Inhalte vermittelt, z.B. kaufmännisches Rechnen, Geschäftsbriefe in Englisch.
In Politik und Religion stehen wirtschaftspolitische und jugendspezifische Themen im Vordergrund. Das Thema „Fairer Handel“ ist ebenfalls wesentlicher Bestandteil der Unterrichtsfächer Politik, Deutsch.
Durch eine individuelle Förderung in ausgewählten modernen Sportarten (u.a. auch Mountainbike fahren, Rollerblades fahren) sollen die Schüler auch zum außerschulischen Freizeitsport motiviert werden.

Persönliche Handlungsfähigkeit in Situationen des täglichen Lebens – Stärkung der Persönlichkeit und Kooperationsfähigkeit

Feste Regeln im Klassenverband, Lebensplanung, Beratung, Kommunikationstraining und ein vertrauensvolles Lehrer-Schüler-Verhältnis sollen die Persönlichkeit des Schülers stärken. Auch Sportprogramme, Religionsunterricht, Klassenausflüge haben hier ihre Funktion.
Insbesondere die Arbeit im Fair-Café leistet einen wichtigen Beitrag zum Selbstvertrauen des Schülers. Darüber hinaus wird aber gerade auch durch die Arbeit im Schülercafé die Bedeutung der Teamarbeit bzw. Kooperationsfähigkeit für die Schüler deutlich: Will man eine Sache zum Erfolg führen, erfordert das gemeinsame Absprachen, ein gemeinsames Vorgehen und die Sicherheit, dass sich jeder an die Abmachungen hält.

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Interessante Links

Ansprechpartner

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OStR M. Kippenberg
(Bildungsgangleiter)
OStR O. Günther
(stellv. Bildungsgangleiter)