In den Notebookklassen am FLB wird´s agil.

von Sekretariat (Kommentare: 0)

Der Begriff Scrum beschreibt ursprünglich das Gedränge beim Rugby, wenn das Team zusammenkommt und über die weitere Spielstrategie entscheidet. Insbesondere in der IT-Produktentwicklung wird die Methode seit vielen Jahren erfolgreich angewandt, mit dem Einsatz in der Schule geht das Friedrich-List-Berufskolleg nun neue Wege in der Vermittlung von Kompetenzen.

In einem Vortrag präsentierte Uta Eichborn den Schülerinnen und Schülern zunächst die wichtigsten Scrum Elemente. Was gehört in den Product Backlog? Wie laufen die verschiedenen Ereignisse in Scrum ab? Welche Rollen nehmen die Mitarbeiter ein?

Im zweiten Teil des Workshops wurde den Schülern vom Lehrerteam in ihrer Funktion als Product Owner die Vision des Produktes vorgestellt. Sie möchten eine Stadt mit allem was dazu gehört: einer Kirche im Zentrum der Stadt, einige Häuser, ein Sportpatz, ein Schwimmbad, einem Straßennetz mit Bushaltestellen und vielem mehr.

Aufgeteilt in 4 Entwicklerteams, die vollkommen selbst organisiert arbeiten, wurde zunächst geschätzt, wie aufwendig die einzelnen Aufträge sind. Im Sprint Planning wurde die erste Bauphase geplant. Für jede Anforderung beschrifteten die Schüler einen Klebezettel, damit eine gute Übersicht entsteht, was alles zu erledigen ist.

Dann ging es ans Bauen. Im ersten Sprint forderte der Auftraggeber viel und nicht alle Teams konnten ihre Aufträge wie gewünscht erledigen. Die Bauwerke waren sehr schön, aber nicht immer so, wie der Auftraggeber es sich vorgestellt hatte. „Fragt genau nach, was der Auftraggeber will, so kann man die Kundenzufriedenheit stark erhöhen“ empfiehlt Petra Walenciak den Teams. „Zeigt dem Auftraggeber keine halbfertigen Sachen.“

In insgesamt 3 Sprints mit jeweils 10 Minuten Arbeitszeit entstand eine Stadt aus Legosteinen, die sich sehen lassen konnte. Auch der Auftraggeber war schließlich zufrieden mit dem Ergebnis und die Schüler freuten sich über die Dokumentation ihrer Arbeit: alle Klebezettel waren erledigt: DONE:

Möglich gemacht hat den Workshop auch das Systemhaus Bechtle aus Bonn, die mit einer großzügigen Spende den Kauf von über 5000 Legosteinen unterstützt hat.

Richtig los geht es dann im neuen Schuljahr nach den Sommerferien. Dann werden einige Unterrichtsfächer aufgelöst und die Schüler arbeiten fächerübergreifend und vor allen Dingen agil an verschiedenen Themengebieten. Die Schülerinnen und Schüler der Notebookklassen erwerben in drei Jahren die Fachhochschulreife und den Berufsabschluss „Staatlich geprüfter kaufmännischer Assistent - Schwerpunkt Informationsverarbeitung".

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